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3 Hacks zur Nutzung von Neuroplastizität in der Führung


Die Neurowissenschaft ist eine recht junge Disziplin, hat aber sehr nützliche Erkenntnisse über die Aktivität und Entwicklung unseres Gehirns geschaffen. Eine Erkenntnis wurde in den 90er Jahren gefunden - die Neuroplastizität. Es wurde entdeckt, dass sich unser Gehirn ständig formt und entwickelt - nicht nur in der Kindheit, sondern unser ganzes Leben lang.

Was ist Neuroplastizität?

Unser Gehirn besteht aus etwa 100 Milliarden Nervenzellen, die als Neuronen bezeichnet werden. Jedes Neuron endet mit einer Schicht aus Myelin, die für den Übergang von Informationen von einem Neuron zum anderen verantwortlich ist. Dieses Myelin ist der Hauptantrieb für den strukturellen Fortschritt und die Entwicklung unseres Gehirns während unseres Lebens.

Stellen wir uns vor, wir fangen an, Klavier zu lernen. Sobald wir anfangen, Klavier zu lernen, bildet das Myelin neue Verbindungen zwischen den Neuronen. Jedes Mal, wenn wir weiter üben, wird diese Myelinschicht dicker und dicker und kann 50x so dick werden wie das Neuron selbst.

Wenn wir sagen, "wir müssen Gehirnschmalz investieren", heißt das in der Neurowissenschaft, dass unser Gehirn eine dickere Myelinschicht produzieren muss. Das führt dazu, dass sich das Erlernen von etwas Neuem am Anfang schwer anfühlt und viel Training und Wiederholungen benötigt, um leicht zu werden. Ihr Gehirn ist dann wie eine kleine Baustelle, auf der es die Myelinschichten Schritt für Schritt aufbauen muss.



Diese Prozesse zeigen, dass sich unser Gehirn ständig weiterentwickelt und formbar ist, was mit dem Begriff Neuroplastizität bezeichnet wird.

Wie kann Neuroplastizität Führungskräften helfen?

Unser Gehirn ist so konstruiert, dass es sich mit sozialen Interaktionen weiterentwickelt. So haben wir als Kind gelernt, wenn uns jemand sagte, dass ein Verhalten gut oder schlecht ist. Diese Muster, die immer und immer wieder wiederholt werden, schaffen starke Pfade in unserem Gehirn, die zu Glaubenssätzen führen, die unser Gehirn gewohnt ist zu denken. Daher lässt sich der Satz "Wir sind die Summe der Menschen um uns herum" neurowissenschaftlich nachweisen.


Während wir mit anderen Menschen interagieren, wird unser Gehirn geformt.

Das bedeutet letztlich, dass Führungskräfte und Vorbilder eine stimulierende und beeinflussende Wirkung auf andere haben. Führungskräfte können ihre Rolle nutzen, um das Wachstum und die Leistung ihrer Mitarbeiter zu unterstützen, indem sie die Neuroplastizität nutzen.

Wie können Führungskräfte Neuroplastizität nutzen?

Die Neuroplastizität in unserem Gehirn ist am leistungsfähigsten, wenn wir die richtige Mischung an Neurotransmittern haben. Neurotransmitter übertragen Informationen von einem Neuron zum anderen mit einer Form der Interpretation. Die Neurotransmitter sind Hormone, die das Gefühl rund um das Verhalten oder Erleben erzeugen. Positive Neurotransmitter stimulieren die Produktion der Myelinschicht und erleichtern das Lernen und das agile Denken.

Wenn wir Stress erleben, wird das Stresshormon Cortisol produziert und schränkt die Myelinproduktion ein. Unser Gehirn ist dann ständig damit beschäftigt, alte Muster ablaufen zu lassen, die uns in der Vergangenheit vor gefährlichen Situationen bewahrt haben. So ist es nicht in der Lage, neue Muster zu bilden und die neuen Strukturen zu nutzen. Das kennst du, wenn du unter Stress kreativ sein willst. Es ist viel einfacher, zu einem kreativen Ergebnis zu kommen, wenn du entspannt bist und wenn dein Hormoncocktail nicht durch Cortisol negativ beeinflusst ist.

Lernen, Kreativität und agiles Denken werden durch einen Hormoncocktail aus Oxytocin, Dopamin und Endorphinen begünstigt.

3 Hacks für Führungskräfte

Ein Umfeld, das Wachstum, Lernen und Fortschritt kultiviert, erfordert einen Hormoncocktail aus Oxytocin, Dopamin und Endorphinen (Free the limbic, 2021).

1) Oxytoin

Oxytocin ist das Beziehungshormon und der direkte Gegenspieler von Cortisol. Es hilft, Stress abzubauen und Vertrauen aufzubauen.

Führungskräfte können in ihren Teams ein vertrauensvolles Umfeld schaffen, um die Produktion von Oxytocin zu unterstützen. Die "The envelope task"-Studie zeigte, dass unser Gehirn Oxytocin auf dem höchsten Niveau produziert, wenn wir anderen vertrauen. Daher können Führungskräfte ihrem Team zuerst vertrauen, um a) selbst Oxytocin zu produzieren und b) vertrauensvolle Beziehungen zu schaffen, die Oxytocin bei anderen aufbauen.

2) Dopamin

Dopamin ist unser Erfolgshormon. Es wird produziert, wenn wir die Kästchen auf unserer To-Do-Liste abhaken und Ziele erreichen. Um Dopamin schneller zu aktivieren, können wir Visualisierung und Verbalisierung nutzen, um unsere erreichten Ziele klarer zu sehen. Führungskräfte können dies nutzen, um kleine Ziele zu planen und zu verbalisieren. Dabei hilft es Leistungen und Erfolge aktiv zu feiern, damit Teams erkennen, dass sie ein Ziel erreicht haben.

3) Endorphine

Endorphine sind unsere Glückshormone, die produziert werden, wenn wir erleben, dass wir etwas mit Sinn tun. Endorphine werden produziert, wenn wir an etwas glauben, einen größeren Sinn und die Vision einer Aufgabe sehen. Sich die größere Vision und den Zweck deines Teams vorzustellen und zu erleben, hilft dabei, Endorphine zu aktivieren. Auch hohe Ziele und Herausforderungen können Endorphine erzeugen, wenn sie im Einklang mit einer größeren Vision stehen, die verstanden wird. Auf der anderen Seite können Herausforderungen, die nicht mit den Werten des Teams oder seiner Vision übereinstimmen, Misstrauen und Cortisol aufbauen, was Stress erzeugt und die Kreativität einschränkt. Nutze diese Woche, um dir mit deinem Team die Vision und den Zweck eurer Arbeit zu vergegenwertigen.

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